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Anke Baltzer & Sabine Lommatzsch

Projektbeschreibung

KulturRaum Zwingli-Kirche e.V.

Der Verein "KulturRaum Zwingli-Kirche e.V." gab der 1908 gebauten Kirche am Berliner Rudolfplatz durch kulturelle Revitalisierung wieder eine gesellschaftliche Funktion. Jahrelang wurde das Baudenkmal nicht genutzt, bis sich 2007 eine Gruppe von Bürgern mit der Absicht zusammenfand, etwas zu unternehmen – ohne Geld und ausgestattet mit einer großen Portion Idealismus. Zu diesen engagierten Menschen zählen auch Sabine Lommatzsch und Anke Baltzer, die den Verein als Kassenwartin respektive Verantwortliche für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

Mittlerweile fungiert die Kirche als Ort des Dialogs für die scheinbar getrennten Welten von Kultur, Politik und Religion. Mit ehrenamtlichem Engagement, Ausstellungen inspiriert vom historischen Ort, Kino im Quartier, Lesungen und politischen Diskussionen ist sie im Begriff, zu einer Begegnungsstätte für den Friedrichshainer Kiez und darüber hinaus zu werden.

2008 wurde die Kirche mit der Ausstellung „Berlin Upper Eastside - 100 Jahre Alltag rund um den Rudolfplatz“ zu neuem Leben erweckt. Im Jahr darauf zeigte man die Ausstellung „Vor dem Fall der Mauer – 40 Jahre Leben mit der Teilung in Friedrichshain und Kreuzberg“. Präsentiert wurde die Erlebnis- und Erfahrungsgeschichte der 40-jährigen Teilung in Ost und West. Ziel war es, die Erinnerung an diesen von der Grenzlage geprägten Ort zwischen den Welten zu wahren, den Zusammenhängen von Leben und Zeitgeschichte nachzugehen und die Bedeutung des Mauerfalls vor 20 Jahren den nicht unmittelbar Beteiligten nahezubringen.

Das nächste Projekt „Sommer im Quartier“ vom 30. Juli bis 12. September 2010 knüpft an die bisherigen Aktivitäten des Vereins an. Es werden Teile der beiden genannten Ausstellungen wieder aufgebaut. Weiterhin wird es Geschichten zum Boxhagener Platz und zum Rudolfplatz geben, daneben ein Familienwochenende und die Möglichkeit für Kinder, als „Kiezforscher“ ihr Quartier zu erkunden.

Gesellschaftliches Ziel der Kulturarbeit des Vereins ist es, das Bewusstsein für die Geschichte des Areals zu aktivieren und den sozialen Zusammenhalt zu fördern.

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